Freitag, 23. Februar 2007

Kinderfeindlichkeit

Was ist „Kinderfeindlichkeit“? Wenn man dem Begriff ausgeht, dann bedeutet es soviel, Kindern gegenüber feindlich zu sein, nicht zu mögen, oder auch eine Angst vor Kindern zu heben, weil es den Betroffenen selbst eine unselige Kindheit erinnert.

Kinderfeindlichkeit hat einen Hintergrund, der auch biologisch bedingt sein kann, denn es gibt auch andere Tierarten, bei denen das männliche Tier, den Nachwuchs tötet, damit das weibliche Tier eine erneute Zeugung bezw.eine erneuten Begattungsakt zustimmt.

Oder es wird der Nachwuchs getötet, weil ein neues männliches Tier eine weibliche Tiergruppe übernommen hat, und der Nachwuchs vom vorhergehenden männlichen Tier wird vom neuen männlichen Tier getötet.

Ist es bei den Menschen anders? Ich vermute es nicht, denn in den letzten Jahren tauchten Berichte auf, die einerseits besagten, dass ein neuer Partner, der in die Lebensgemeinschaft von Frau und Kindern trat, versuchte, die Kinder aus dieser Lebensgemeinschaft zu entfernen, hauptsächlich in der Form, dass er die Kinder misshandelte bezw.auch tötete.

Das Töten von Kindern gleich nach deren Geburt, ist ein altes Phänomen, das schon vor Tausenden von Jahren bei den Steppenvölkern, sogenannten Nomanden, vorkam, aber nur dann, wenn dem Volke eine Hungersnot drohte. Man legte die weiblichen Kleinkinder zum Sterben in die Steppe, die männlichen Kleinkinder hatten das Privileg zu überleben, weil sie als Krieger und Jäger sowie Hirten für das Volk von Bedeutung waren. Natürlich wurden zuerst die alten Menschen vom Volk ausgesetzt. Aber diese Massnahme galt nur in den Notzeiten.

Wenn die alten Menschen spürten, dass das Leben dem Ende zuging, dann verließen sie ihr Volk, um irgendwo zusterben.

Weiter zur Kinderfeindlichkeit. Sie ist eine Ablehnung von Kindern und hat ihren Grund im Menschen selbst, was auch dem Verhalten anderer Tierarten auch entspricht. Eine Art von Kinderfeindlichkeit ist das Verlassen des Kindes, in der Hoffnung, dass das Kind bald stirbt. Das jemand keinen Bezug zu Kindern aufbauen kann, gibt es auch, und die jenigen werden sich auch keine Kinder anschaffen.

Besonders Männer zeigen, ein erheblich großer Teil von ihnen, ihre Kinderfeindlichkeit so, dass sie die Familie verlassen, sobald ein Kind gezeugt worden ist oder geboren wird. Sie überlassen den Frauen die Erziehung und Betreuung der Kinder.

Kinderfeindlichkeit bedeutet auch Verantwortungslosigkeit gegenüber der Gemeinschaft, d.h.man selbst will keine Kinder, obwohl man aus seinem dominanten Triebverhalten diese Kinder zeugt, aber man betrachtet die gezeugten Kinder als Frucht der Lust.

In der Vergangenheit hat oft, ich kann nur vom christlich-dominierten Abendland ausgehen, die Religon die Menschen abgehalten, die gezeugten Kinder auf irgendeine Weise zu entfernen. Da z.Zt.die Religion nicht mehr so dominant in den Köpfen der Menschen bezw.Gläubigen vorhanden ist, kommt es immer mehr zu Exessen gegen Kinder, die auch durch die Medien publik gemacht werden.

Ich kann mir den Verdacht nicht erwehren, dass Kinderfeindlichkeit schon immer ein Faktum im Leben der Menschen spielte, auch in der Zeit unserer Vorfahren. Kinderfeindlichkeit entsteht nicht so einfach, sondern muß schon eine längere Zeit bestanden haben, nicht nur in Jahrtausenden vor unserer Zeitrechnung, aber auch danach, wurden Kinder, da sie die schwächsten neben den alten Menschen in einer Gemeinschaft sind, misshandelt und missbraucht.

Sie wurden zu Objekten der Sklavenarbeit und auch zu Sexualobjekten, aber das ist heute genauso. Die Menschheit zeigt ganz deutlich, dass sie keine Kinder mag, dass sie diesen Geschöpfen, die sie selbst gezeugt haben, feindlich gegenüberstehen, die Mütter gegen die Mädchen und die Väter gegen die Söhne.

Die Kinderfeindlichkeit ist auch ein Konkurrenzdenken, man will auf irgendeine Weise den Konkurrenten loswerden, sogar mit Gewalt.

In den Kindern geben wir unsere Gene weiter, und leben deshalb auch weiter. Kinder sind auch dazu da, um unsere Art zu erhalten, damit die Menschheit überleben kann. Man darf den Kindern nicht feindlich gegenüberstehen, denn haben sie das Recht auf Schutz, Liebe und eine gute Erziehung, möglichst ohne Gewalt. Sie haben auch die Pflicht uns im Alter beizustehen.

Kinder sind unsere Zierde und für seine Kinder muß man in den Jahren der Erziehung mit den eigenen Bedürfnissen zurückstecken.

Es leben unsere Kinder, denn sie sind es, die unser schönes Leben erhalten.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiss das ich nichts weiss“


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