Donnerstag, 1. Februar 2007

Frieden

Frieden ist ein Begriff, den der Menschen geprägt hat, damit er von anderen Tierarten nicht so stark bedrängt wird. In der Natur gibt es den Begriff "Frieden" nicht, weil die Gesetze der Natur keinen Frieden vorsehen. Aber aus welchem Grunde hat der Mensch den Begriff "Frieden" geprägt? Vielleicht aus der Angst vor der Natur heraus oder vor dem Älterwerden oder aus dem Wunsch, in Sicherheit zu leben.
Die Sehnsucht nach Frieden ist bei den Menschen sehr stark ausgeprägt, wenn auch nicht bei allen Menschen. Es gibt Menschen, die keinen Frieden wollen, weil der Friede für ihre Aktivitäten ungünstig sind, denn sie wollen an die Macht, sogar mit Gewalt.
In der Tierwelt, der Mensch ist biologisch auch ein Tier, wenn auch mit bestimmten Fähigkeit, die ihn aus der Natur hervorheben, gibt es diesen Begriff nicht, weil die Tiere ständig unter dem Aspekt der Arterhaltung und des Überlebens handeln.
Also ist die Sehnsucht nach dem Frieden oder ein friedliches Leben nur eine Angelegenheit der Menschen, aber nicht der Natur.
Die Evolution verfolgt andere Ziele und entwickelt zusammen mit der Natur ein System eines immerwährenden Gleichgewicht, denn nie darf eine Tierart überwiegen, und so wird das Gleichgewicht gehalten.
Auch die Menschen halten ständig ein Gleichgewicht, um so etwas wie ein friedvolles Nebeneinanderleben zu ermöglichen, aber es ist immer von der Angst des Menschen begleitet, dass dieser Zustand irgendwann wieder ein anderer wird, nämlich eine bewaffnete Auseinandersetzung.
Bisher haben wird nur einen bewaffneten Frieden gehabt, soweit ich es aus meinem Leben kenne, siehe die beiden Machtblöcke von 1945 bis 1990.
Nach dem zweiten Weltkrieg wollte man mit der Schaffung der Vereinten Nationen(UN) einen ewigen Frieden auf dem Planeten Erde schaffen. Dieser Wunsch entsprang aus den Schrecken des zweiten Weltkrieges, aber bald gab man es auf, und man schuf einen bewaffneten Frieden, eher einen Waffenstillstand, so dass zu jeder Zeit eine bewaffnete Auseinandersetzung ausbrechen konnte.
Ich habe schon darauf hingewiesen, dass die anderen Tierarten diesen Begriff nicht kennen, sondern nach den Maximen der Natur leben, so wie es ihnen vom Gesetz der Natur vorgegeben wurde, aber es besagt nicht, dass diese Tiere nur instinktorientiert sind. Man hat jetzt festgestellt, dass auch die sogenannten Tiere denken und denkorientiert handeln können.
Jetzt noch einmal zum Begriff "Frieden": ich kann aus meinen kurzen Leben nur andeuten, dass es nie einen Frieden geben wird. Der Planet wird sich verändern, auch die Tier- und Planzenarten. Eines Tages werden wir Menschen verschwunden sein, weil wir die Natur betrügen wollten, aber die Evolution wird neue Tier- und Pflanzenarten entwickeln, wie die aussehen, das wollt ich eigentlich wissen, aber bis dahin werde ich nur noch Vergangenheit sein.
Auch das Universum kennt keinen Frieden, dort herrscht auf dem ersten Blick Chaos, aber in diesem Chaos liegt eine gewissen Ordnung. Ich liebe das Chaos, wenn keiner mehr durchblickt, und ich kann dann mein Süppchen kochen. Und dieses Chaos beherbergt die Gewalt, Sternenexplosionen, Schwarze Loch usw.
Als hören wir auf zu hoffen, und stellen wir uns der Realität, stellen wir uns um, auf den bewaffneten Frieden, so leben wir ruhiger und verlieren die Angst.

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