Mittwoch, 24. Januar 2007

Menschen

Wir Menschen sind auch nur eine Tierart, biologisch gesehen, so wie die anderen Tierarten auch. Nur wir gaben uns selbst den Namen, aber auch allen anderen Wesen auf diesem Planeten. Die Evolution schuf uns als Mängelwesen, aber gab uns in der Entwicklung die Möglichkeit, Intelligenz zu entwickeln, um die Mängel auszugleichen.

Die Evolution liess uns die Zeit, uns zu einer dominanten Tierart zu entwickeln. Schon Tierarten vor uns entwickelten sich zu dominanten Tierarten, aber starben dann wieder aus. Uns wird es wahrscheinlich auch so ergehen, das ist die Evolution, eine Art zu erschaffen, die sich optimal an die Verhältnisse dieses Planeten anpasst.

Wenn wir uns richtig betrachten, so kann man sehr leicht feststellen, dass man wie jedes andere Tier, aus Trieben bestehen, die man Aggressionen nennt, die die Bedeutung haben, die Art zu erhalten, und das in jeder Art und Weise. Durch die Weitergabe unserer DNA schaffen wir Nachkommen, durch die Abwehr von Angriffen schützen wir unsere Nachkommen und durch die Jagd ernähren wir unsere Nachkommen.

Unsere Entwicklung als Mängelwesen, aber mit einer für dieses Leben angepasste Intelligenz, schufen wir uns Waffen, um uns wehren zu können, aber auch angreifen zu können. Wir schufen uns mit den Waffen einen verlängerten Arm, der genügte, um uns verteidigen und jagen zu können.

Wir entwickelten ein Sozialsystem, in dem wir Schutz vor den Gefahren der Umwelt suchten. Diese Entwicklung schuf uns die Familie, früher Gruppe, den Stamm, die Völker und Nationen. Aber gleichzeitig trat eine Entwicklung ein, die unseren Planeten gefährdete, siehe klimatische Veränderungen durch Treibhauseffekt.

So schufen wir unsere Götter selbst, den technischen Fortschritt und die Vernichtung anderer Wesen und Landschaften. Unsere Intelligenz verhindert es, mit der Natur und in ihr zu leben. Wir glauben daran, die Krone der Schöpfung zu sein, aber sind wir es wirklich?

Wir Menschen sind zwiespältige Wesen, die zwischen Realität und Illusion leben. Die anderen Tiere, so scheint es wenigstens, leben ihr Leben real, so wie es ihnen die Natur vorgegeben hat. Aber auch diese Tiere unterliegen der Entwicklung in der Evolution, sie stehen nicht abseits, nur wir Menschen betrachten alles so, als wenn nur wir im Mittelpunkt der Evolution stehen.

Wir fragen uns immer, woher kommen und wohin gehen wir. Eigentlich sind es zwei Fragen, die in enger Beziehung zu einander stehen. Doch wir können diese Fragen nicht beantworten, weil wir auf grund unseres Wissen dazu nicht in der Lage sind.

Oft wird über unsere Herkunft etwas gefaselt, aber Beweise gibt es nicht und die sogenannten Beweise lösen sich auf. Wohin wir gehen, das ist nicht beweisbar, obwohl es viele Hypothesen gibt.

Wir Menschen sind Phantasten und sind immer auf der Jagd nach Illusionen. Wir studieren unsere Verhaltensweisen und glauben, uns dadurch besser zu kennen und zu verstehen. In Wirklichkeit verstehen wir uns selbst nicht, und auch nicht unsere lieben Mitmenschen.

Wir sind Suchende, aber nach was wir suchen, das wissen wir nicht so genau. Unsere Vorfahren haben auch gesucht, aber sie wussten nach was sie suchten, nämlich nach Nahrung.

Die späteren Generationen suchten nach anderen Werten wie Macht und Reichtum, also sind wir doch noch Jäger und Sammler geblieben, und werden es auch noch bleiben.

Aber wenn der Mensch seine Illusionen und Hoffnung aufgibt, dann gibt er sich selbst auf.

Wo die Menschheit jetzt steht, wie lange sie diesen Planeten noch knechten wird, das steht buchstäblich in den Sternen.

Ich gebe der Menschheit nur wenig Chancen länger auf der Erde existent zu bleiben, als die Neandertaler.


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